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Deutsche Mehl- und Brotvielfalt muss erhalten bleiben

Bildtext: (v.l.) Bezirksrat Michael Deller, Rudolf Sagberger, MdB Nicole Bauer, Bürgermeisterkandidat Marco Altinger, Dr. Josef Rampl

FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer und FDP-Bezirksrat Michael Deller haben vor kurzem gemeinsam mit dem Bruckberger FDP-Bürgermeisterkandidaten, Marco Altinger, die Bartmühle in Bruckberg-Edlkofen besucht. Rudolf Sagberger, Betreiber der Bart- und Ellermühle, sowie Dr. Josef Rampl, Geschäftsführer des Bayernischen Müllerbundes, empfingen die Gäste auf dem Betriebsgelände. Seit 1465 gibt es den Traditionsbetrieb „Bartmühle“, der vor allem regionales Getreide verarbeitet und an regionale Bäcker verkauft. Nachhaltigkeit wird bei Sagberger groß geschrieben: „Der Mühlenprozess ist so ausgelegt, dass 100 % des angelieferten Getreides Verwendung finden – bei uns gibt es keinen Abfall.“ Das Getreidekorn besteht zu 80 % aus Mehl für die menschliche Ernährung und 20 % aus Schale, die als Futtermittel Verwendung findet. Reinigungsabfälle werden in Biogasanlagen verwertet. Ein wesentlicher Teil der Energie des Mühlenbetriebes wird zudem von einer Turbine erzeugt, die vom Klötzlmühlbach angetrieben wird. Derselbe Bach versorgt außerdem noch zwei weitere Getreidemühlen und eine Brauerei.

Bauer, in ihrer Bundestagsfraktion für Landwirtschaft und regionale Vermarktung zuständig, zeigte sich erfreut über das Betriebskonzept. „Regionalität ist in meinen Augen die Zukunft der Landwirtschaft. Gleichzeitig müssen wir den Verbraucher sensibilisieren, dass einheimische und qualitätsvolle Waren Geld kosten“, meinte sie. Altinger ergänzte: „Die Bart- und Ellermühle beweisen eines: wir müssen unsere regionalen Wirtschafts-Initiativen unterstützen, fördern und nicht durch bürokratischen Wahnsinn behindern. Dadurch sorgen wir doch für Gewinner auf allen Seiten. Heimische Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen.“ Außerdem helfe die Gewerbesteuer der Kommune und komme den Einwohnern zugute.

Das Stichwort „Bürokratie“ griff Dr. Rampl dankend auf: es gebe viel zu viele Zertifikate, deren Erwerb bürokratisch und teuer sei, der Mehrnutzen für den Verbraucher kaum erkennbar. Weitere wichtige Anliegen der heimischen Müller seien unter anderem die die Verschärfung der Düngeverordnung, unter der die Qualität des Weizens leide. Außerdem seien Artenschutz und Blühstreifen zwar wichtig, letztere beförderten allerdings den Befall mit Mutterkorn – und das Getreide eines gesamten Ackers lande so in der Biogasanlage, statt zu Brot verarbeitet zu werden. Hier müsse heimischer Lebensmittelproduktion Priorität eingeräumt werden.

Bauer machte sich dafür stark, zu überprüfen, inwiefern die einzelnen Zertifizierungssysteme mit staatlichen Institutionen und Vorgaben gekoppelt werden können. „Durch den bürokratischen Wahnsinn machen heutzutage viele Landwirte, Selbstständige und Mittelständler dicht – das dürfen wir nicht zulassen“, betonte Bauer. Im Übrigen engagiere sie sich auch in Berlin für eine wettbewerbsfähige, zukunftsfähige und nachhaltige Landwirtschaft – zu der auch Artenschutz gehöre, hob Bauer deutlich hervor. Doch Brot sei auch deutsches Kulturgut und müsse in seiner Vielfalt erhalten bleiben – FDP-Parteichef Christian Lindner sei sogar Deutscher Brotbotschafter des Jahres 2019.

 

 


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